Hauptübung 2012

Erstellt von FHafner am Juni 18th, 2012

Ein markantes Datum hatten die Feuerwehren aus Epfenbach, Reichartshausen und Spechbach für ihre Hauptübung ausgesucht – den 16.06. mit Start um 16.06 Uhr. Von folgendem Szenario wurde ausgegangen: Es kam zu einem Brandausbruch im Obergeschoss der Merian-Schule während der Unterrichtszeit. Die Folge war, dass sich die Rauchabschlusstüren automatisch schlossen. Aufgrund der Verrauchung im Obergeschoss waren die Schüler mit ihren Lehrern in den Klassenzimmern eingeschlossen. Die Schüler im Erdgeschoss konnten entsprechend dem Evakuierungsplan sofort aus dem Gebäude gerettet werden und wurden zu einem Sammelplatz gebracht.

Die Informationen über die im Gebäude befindlichen, zu rettenden Personen wurden von der Schulleitung an die Feuerwehr weiter gegeben.
Neben den genannten Wehren waren auch die Unterkreisführungsgruppe der Feuerwehr, geleitet von Tobias Braun aus Mauer sowie verschiedene Einheiten des DRK-Katastrophenschutzes im Einsatz. Die Aufgaben der Feuerwehren bestanden darin, über tragbare Leitern die eingeschlossenen Schüler angeleint aus dem Obergeschoss zu holen und die Brandbekämpfung vorzunehmen. Die Feuerwehr Epfenbach nahm den Erstangriff über den Haupteingang vor und war zur Menschenrettung eingesetzt, die Wehr aus Reichartshausen war ausschließlich mit der Menschenrettung beschäftigt und die „Floriansjünger“ aus Spechbach hatten ebenfalls diesen Part übernommen und führten zusätzlich einen Löschangriff über den Hintereingang durch.
Die sechs verletzten Personen wurden dem Roten Kreuz zur Betreuung und Erstversorgung übergeben. Zusätzlich zur Alarmierung der Feuerwehren wurde auch der Rettungsdienst des Roten Kreuzes alarmiert. Die „Helfer vor Ort“ von der DRK-Bereitschaft Epfenbach standen mit drei Personen zunächst zur Verfügung und hielten die Stellung bis das Rettungsteam eintraf. Aufgrund der großen Notlage mit insgesamt 80 eingeschlossenen Personen wurden die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Erstversorgung sowie die Schnelleinsatzgruppe Transport der Einsatzeinheit 3 Rhein-Neckar mit einem Rettungstransportwagen und zwei Krankentransportwagen angefordert.
Die Aufgabe des ebenfalls vor Ort befindlichen Kreisauskunftsbüros des Roten Kreuzes war es, alle Betroffenen und Helfer zu registrieren. Damit war gewährleistet, dass niemand im Gebäude vergessen wurde oder sonst zurück blieb. Nach der Versorgung durch den Notarzt wurden die unverletzten Kinder an die Eltern übergeben und die Verletzten entsprechend abtransportiert.
Die zahlreichen Zuschauer wurden über das Szenario durch die fachkundigen Kommentare des Epfenbacher Jugendfeuerwehrwarts Markus Schifferer sowie die Kreisbereitschaftsleiterin des Roten Kreuzes Alexandra Erni aus Wiesenbach über Mikrofon informiert. So waren sie sowohl über die Tätigkeiten der Feuerwehr als auch des Roten Kreuzes umfassend in Kenntnis gesetzt.
Alle Mitwirkenden, d.h. insgesamt ca. 200 Personen, trafen sich im Anschluss im Feuerwehrgerätehaus. Der Epfenbacher Kommandant Oliver Kohlhepp und der stellvertretende Kreisbrandmeister Kurt Lenz bedankten sich bei allen Einsatzkräften für ihre Tätigkeit bei der großen Hitze.
Epfenbachs Bürgermeister Joachim Bösenecker lobte vor allem die Einigkeit sowohl der Feuerwehren untereinander als auch die gute Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der Schulleitung. Das Zusammenwirken der einzelnen Institutionen im Übungsfall ist eine wichtige Sache, welche sich dann bei einem realen Einsatz auch entsprechend positiv auszahlen wird. Im Anschluss waren alle zu einem Imbiss eingeladen, den die Feuerwehr Helmstadt vorbereitet hatte – auch dies ist nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit und wurde nochmals ausdrücklich erwähnt. Die Kameradschaft ist also nicht nur bei den Wehrangehörigen einer Feuerwehr gut ausgeprägt, sondern auch das Verhältnis der Einsatzkräfte der Wehren untereinander funktioniert einwandfrei.

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